Pfad der Weisheit

Der Pfad der Weisheit führt uns auf den Weg des Herzens.

Im Leben können wir zwei Wegen folgen: dem Weg des Herzens oder dem Weg des Verstandes. Wie ich in meinem Buch SkyView Astrologie erkläre, war der «Fall aus dem Paradies» ein Schritt von der Polarität in die Dualität.

Polarität macht Erfahrung erst möglich. In der Einheit ist nichts voneinander getrennt; es gibt keinen Gegensatz, durch den wir das Leben erfahren könnten. Die Polarität schenkt uns diesen Gegensatz, ohne dass wir ihn beurteilen müssen. Wir können einfach dem begegnen, was sich zeigt, und es erfahren.

Der Schritt in die Dualität wird durch das Essen der «Frucht der Erkenntnis» symbolisiert. Wir beginnen, unsere Erfahrungen in gut und schlecht einzuteilen. Der Verstand übernimmt und sortiert das Erlebte in zwei Lagerräume, in denen jede Erinnerung ihren Platz in einem Regal erhält. Wann immer wir uns etwas Neuem nähern, holt er diese Erinnerungen hervor und projiziert sie auf das, was vor uns liegt. Die Unschuld der unmittelbaren Erfahrung geht verloren.

Das Paradies selbst ist nicht verschwunden. Wir sind aus diesem Bewusstseinszustand herausgetreten und haben begonnen, das Leben durch die Beurteilung des Verstandes zu betrachten.

Dem Pfad der Weisheit zu folgen bedeutet zu erkennen, dass jede Erfahrung ihren Platz auf der Reise unserer Seele hat. Wir beginnen zu innerstehen, was wir gewählt haben, in diesem Leben zu erfahren, nehmen jede Erfahrung an, wie sie uns begegnet, und erlauben dem Herzen, uns über das Urteilen hinauszuführen.

Pilger oder Tourist?

Uns wird gesagt, wir sollten im Leben Pilger sein,
doch stattdessen sind wir Touristen geworden.

Pilger befinden sich auf einer besonderen Reise.
Jeder Teil davon hat Bedeutung — die Rückschläge, die Frustrationen ebenso wie die Freuden.
Touristen wollen das Leben geniessen, Vergnügen suchen, Spass haben oder sich einfach ausruhen.

Pilger tragen nur wenig mit sich, gerade genug für ihre Bedürfnisse.
Touristen sind mit Besitz belastet und immer besorgt,
ihn zu verlieren.

Pilger bleiben so lange an einem Ort, wie sie dort sein müssen.
Touristen haben Zeitpläne einzuhalten und sind immer in Eile, weiterzugehen.

Pilger sind demütig und offen für Menschen und Erfahrungen.
Touristen sind arrogant. Sie wissen, was sie wollen, und sie werden es sehen, tun und finden.

Pilger werden durch ihre Reise verwandelt.
Touristen sind immer ein wenig enttäuscht, es ist nie ganz so gut, wie sie gehofft hatten.

Möge die Seele uns erinnern, Pilger im Leben zu sein, nicht nur Touristen.

– Isabelle Kingston – 

Was ich hinzufügen möchte:

Pilger wissen, dass für sie gesorgt ist und dass alles, was sie für ihre Reise brauchen, bereits vorhanden ist.

Touristen haben oft besondere Wünsche, angetrieben von der Angst, es könnte nicht genug geben.

Pilger vertrauen darauf,dass sich jeder Schritt in vollkommener göttlicher Ordnung und zum richtigen Zeitpunkt entfaltet.

Touristen werden ungeduldig und beklagen sich, wenn der „menschliche Zeitplan“ nicht mit dem göttlichen Timing übereinstimmt.

Pilger erkennen die heilende Weisheit in einer Krankheit
und nehmen sie als kostbare Lehre

Touristen suchen schnelle Erleichterung und unterdrücken das Unbehagen, um das zu beseitigen, was unbequem oder schmerzhaft erscheint.

Was ist eine Pilgerreise?

Eine Pilgerreise war schon immer ein Ausdruck der spirituellen Reise. Menschen fühlen sich gerufen, lichvolle Orte zu besuchen, um sich wieder mit dem Sinn für das Heilige in ihrem Leben zu verbinden.

Auf einer Pilgerreise ist der Weg selbst ebenso wichtig wie das Ziel. Durch den Weg werden wir still verwandelt
und erneuert. Und vielleicht erkennen wir:

Jeder Ort ist ein geweihter Ort, wenn wir ihn mit göttlichen Augen sehen, und jeder Weg führt uns schlussendlich nach Hause, denn wir alle sind Pilger.

Möge SkyView Astrologie einer deiner kostbaren Wegweiser
auf dieser heiligen Pilgerreise des Lebens sein, so wie sie es für mich ist.